_ES WAR EINMAL…UND ÜBERHAUPT_GETTING PERSONAL

_Es war einmal eine kleine glückliche Familie, Vater, Mutter, Kind. Wie die Orgelpfeifen. Sie verstanden sich gut, hatten eine schöne Zeit. Der Vater ging arbeiten, die Mutter hat sich liebevoll um das Kind gesorgt. Von Klein auf. Sie brachte ihm bei, wie man spricht, wie man läuft und wie wunderschön die Welt sein kann. Stunden über Stunden bastelten sie, gingen ins Freie, backten Leckereien an Festtagen, lachten.

So verging die Zeit. Das Kind lernte Fahrrad fahren. Tag ein Tag aus wurde geübt, mit seinem Vater draußen, bei schönem und schlechtem Wetter. Die Mama brachte es zum Schwimmkurs. Das Kind schaffte es als Erstes alleine zu Schwimmen.

So verging die Zeit. Sie lebten ein glückliches Leben. Das Kind wuchs, ging in die Schule. Die Eltern halfen dem Kind mit seinen Aufgaben. Im Sommer fuhren sie in den Urlaub, genossen die Sonne auf ihrer Haut, aßen Kirschen am Strand. Rannten im Sommerregen in ihre Unterkunft zurück.

So verging die Zeit. Das Kind wurde älter und älter. Es begriff die Welt immer mehr. Vater, Mutter und Kind genossen es eine Familie zu sein. All die erlebten Dinge, die Erinnerungen, die für immer in einem sind.

Stop. Die Zeit stoppte. Schien stillzustehen. Eine Nachricht, die jeder kennt. Jeder fürchtet. Die Mutter. Eine schwere Krankheit. Wie soll es weitergehen? Was wird passieren? Warum?

Fragen über Fragen.

So verging die Zeit unentweg, stetig voranschreitend. Unaufhaltsam. Doch die kleine Familie lebte bewusster, jeder Moment, jeder Augenblick war etwas Besonderes. Für die Ewigkeit. Der Ausflug in die Stadt, das Spazierengehen auf den endlosen Feldern. So lässt sich die Zeit verlangsamen.

Kleine Ausflüge, nicht nur die großen, bereicherten die Herzen. Sie lachten, fielen sich in die Arme, weinten. Weinten vor Freude und vor Verzweiflung. Lebten so intensiv wie nie zuvor. Genossen die Zeit. Trotz allem. Oder gerade wegen.

Waren glücklich. Hielten zusammen. Zogen an einem Strang. Waren stark. Und glücklich.

Genossen die Zeit, die ihnen noch blieb und erfreuten sich an den Kleinigkeiten im Leben. Den oft so unscheinbar wirkenden Dingen, die uns letztendlich vollkommen und glücklich machen. Die uns keiner mehr nehmen kann.

 

//

 

Was ich euch mit dieser Geschichte zeigen möchte ist, wie wichtig es ist, dass man seine Zeit bewusst gestaltet und lebt. Wie oft blicken wir zurück und fragen uns, wo die Zeit geblieben ist?

Die Zeit schreitet unentwegt voran, daran können wir nichts ändern. Was wir allerdings ändern können, ist die Wahrnehmung mit der wir durchs Leben gehen.

Stellt euch mal selbst die Frage, was euch an dem gestrigen Tag glücklich gemacht hat. Und fangt bei den kleinen Dingen an wie z.B. die Sonne, die euch geweckt hat oder der Fremde, der euch ein Lächeln zugeworfen hat. Denn erst wenn man sich dieser kleinen Dinge bewusst wird, lebt man intensiver.

Und intensiver leben, das ist jedenfalls meine Erfahrung, macht glücklicher. Man fokussiert sich nicht mehr auf das Negative (was, wenn wir ganz ehrlich sind, leider viel zu oft passiert), sondern erfreut sich an den positiven Sachen.

Das ist am Anfang nicht so einfach, da es in unserer Natur liegt, alles eher mit einem kritischen Auge zu sehen und uns selbst unter zu viel Druck stellen. Doch man kann sein Denken umstellen.

Jeden Abend aufzuschreiben, was einen heute glücklich gemacht hat, ist so eine Möglichkeit. Aber dabei, wie vorhin schon erwähnt mit den kleinen Dingen anfangen. Und schon merkt man, dass der Tag, der bis eben noch als „superschlecht“ abgestempelt worden ist, plötzlich gar nicht mehr so schlimm war. Ihr könnt das ja gerne mal zu hause versuchen! :)

Und falls sich jetzt jemand fragt: „Aber das Ganze sollte hier doch ein Foodblog werden? Was schreibt sie denn jetzt für Romane??“

Ja, mein Blog geht hauptsächlich über Rezepte und auch Sport. Doch das sind unter anderem zwei Zutaten für ein zufriedenes und glückliches Leben. Letztendlich ist es doch das, was jeder erreichen möchte. Und deswegen dieser Blogpost. Denn eine entsprechende Grundeinstellung sich selbst gegenüber und generell hilft einem so viel. Warum nur die Regenwolken sehen, wenn der Regenbogen direkt daneben ist?

Augen offenhalten, intensiv leben, die kleinen Dinge genießen-das macht uns glücklich.

Gleichzeitig ist das hier auch mein persönlicher Post zur Vorstellung. Damit das Ganze hier persönlicher wird. Echter. Und vor allem: Intensiver.

„DENN DAS LIEGT JETZT IN MEINER MACHT: MEINEM LEBEN DIE RICHTUNG AUF DAS GUTE ZU GEBEN!“ -Leo Tolstoi

Größenänderung blog3_2 Größenänderung blog5

 

8 Gedanken zu “_ES WAR EINMAL…UND ÜBERHAUPT_GETTING PERSONAL

  1. Also ich möchte mich meinem Vorredner anschließen und Dir alles Gute für deinen Blog wünschen :)
    Und dann möchte ich mich einfach nur dafür bedanken das du mir mit deinem Post einen ganz tollen und nachdenklichen Moment geschenkt hast!

    Gefällt mir

  2. Wow dein Blog ist toll! Wir sind gerade darauf gestossen und haben Ihn sofort abonniert :-)
    Wir sind mit unserem Blog „Feuer und Flamme“ erst knapp zwei Wochen hier bei WordPress dabei und unser erster Beitrag dreht sich eigentlich um dasselbe Thema. Wir können dir nur voll zustimmen, das Leben ist zu kurz um es nicht in vollen Zügen zu geniessen. Toll geschrieben!

    Evtl. hast du ja Lust auf unserm Blog mal vorbeizuschauen, das würde uns sehr freuen! :-)

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s